News

Neuigkeiten rund um die DGMP.

Sollten Sie einen Beitrag für uns haben nutzen Sie bitte: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


 

Funktionelle Körperbeschwerden können sich vielfältig bemerkbar machen, zum Beispiel in Form von Schmerzen, Schwindel, Erschöpfung, Kreislauf- oder Verdauungsstörungen. Sie verlaufen sehr unterschiedlich, von vorübergehenden Befindlichkeitsstörungen bis hin zu schweren, die Alltagsfunktion und die Lebensqualität stark beeinträchtigenden Erkrankungen. Man schätzt, dass jede*r zweite bis fünfte Patient*in, der bzw. die ärztliche Hilfe sucht, funktionelle Beschwerden hat - oft auch zusätzlich zu anderen Erkrankungen.

Dennoch sind Betroffene bislang nicht gut versorgt. Sowohl Patient*innen als auch ihre Ärzt*innen beklagen zu wenig Wissen über und zu wenig konkrete (Be-)Handlungsmöglichkeiten für funktionelle Beschwerden. Überdiagnostik, frustrierende Arztkontakte und Therapie"versuche" sind daher eher die Regel als die Ausnahme. Man geht davon aus, dass dies die Chronifizierung funktioneller Körperbeschwerden erheblich fördert und daher Früherkennung, Aufklärung, eine gute ärztliche Basisversorgung, vor allem aber Selbsthilfe besonders wichtig sind.

Die 2018 zum zweiten Mal aktualisierte Expertenleitlinie "Funktionelle Körperbeschwerden" will die Versorgung und beidseitige Behandlungszufriedenheit durch konkrete und praxisnahe Empfehlungen verbessern, die auf der aktuellen wissenschaftlichen Literatur sowie einem besonders breiten Expertenkonsens von 34 medizinischen und psychologischen Fachgesellschaften basieren, einschließlich der DGMP.

Nun haben die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen, die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe, das Deutsche Kollegium für Psychosomatische Medizin und die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie auch die dazugehörige Patientenleitlinie aktualisiert. Sie hilft Patient*innen und ihren Angehörigen, aber auch Ärzt*innen aller Fachrichtungen und weiteren Interessierten dabei, funktionelle Körperbeschwerden zu verstehen, über sie ins Gespräch zu kommen und einen guten Umgang damit zu finden. Eine ausführliche Langfassung erklärt in patientenfreundlicher Sprache und mit vielen Beispielen die Mechanismen, vor allem aber die vielfältigen Hilfs- und Bewältigungsmöglichkeiten. Eine kompakte Kurzfassung fasst die wesentlichen  Informationen zusammen und kann auch als praktisches Faltblatt ausgedruckt werden. 

Alle Dokumente sind unter https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/051-001.html frei zugänglich.

Durch den Masterplan Medizinstudium 2020 und die Entwicklung des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Medizin (NKLM) wurden bedeutsame Veränderungen in der universitären Medizin angestoßen. Ziel einer aktuellen Bestandsaufnahme war eine systematische Erfassung des Standes und der Perspektiven der Fächer Medizinische Psychologie und Soziologie an den medizinischen Fakultäten in Deutschland. Hierzu wurde eine online-Befragung zu fünf Themenbereichen (Struktur, Lehre, Forschung, Versorgung, Perspektiven) durchgeführt. Es zeigte sich, dass sich die beiden Fächer sehr heterogen bzgl. Eigenständigkeit, Größe, Ausstattung und Möglichkeiten an den verschiedenen Standorten in Deutschland weiterentwickelt haben. Dies hat die Ungleichheit der Angebotsmöglichkeiten in Lehre, Forschung und Klinik in den letzten Jahren weiter gefestigt. Es ist in der Zukunft umso wichtiger, dass die beiden Fächer den Dialog untereinander und auch zu anderen psychosozialen Fächern intensivieren, um die derzeitige Entwicklung bezüglich NKLM und Masterplan Medizinstudium 2020 konstruktiv zu beeinflussen. Dies erfordert einerseits einen Ausbau bei benachteiligten Standorten und eine Konsolidierung der bestehenden selbständigen Einrichtungen.

Veröffentlichung: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31952094-medical-psychology-and-medical-sociology-in-transition-review-and-perspectives-of-the-two-disciplines-in-germany/

Am 31. Dezember 2019 ist Prof. Dr. Dr. Hermann Lang im 81. Lebensjahr verstorben. Hermann Lang war ein Pionier der Medizinischen Psychologie. Er wurde 1979 auf die neu eingerichtete Professur für Medizinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg berufen. Von 1990 bis 2004 hatte er dann den Lehrstuhl für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Universität Würzburg inne, verbunden mit der Leitung des gleichnamigen Instituts.

weiter lesen

Veranstalter: Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie
Präsenzzeiten: Basisseminar (2+3 Tage): 16.+17.3. und 30.3.-1.4.2020
Resonanzworkshop (1 Tag): 15.10.2020

Informationsflyer zur L:IST Veranstaltung

Webseite der L:IST Fortbildung

Anmeldefrist: 31. Dezember 2019

Am Mittwoch, den 27.11.2019, findet in der Zeit von 16:00 - 20:00 Uhr das 6. Netzwerktreffen Essstörungen Sachsen statt. Verschiedene Workshops werden die Gelegenheit bieten, miteinander ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen. Die Veranstaltung findet im Hörsaal der Kinder- und Frauenklinik des Universitätsklinikums Dresden in Haus 21 statt.

Anmeldungen sind noch bis 13.11.2019 möglich.

Weitere Informationen auf der Webseite der Veranstaltung

DGMP Mitgliedschaft

Werden Sie Teil des DGMP Netwerks und erhalten Sie exlusiven Zugriff auf die Publikation ‘Psychotherapie, Psychosomatik, Medizinische Psychologie (PPMP)’

Mehr über die Mitgliedschaft erfahren

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.