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Neuigkeiten rund um die DGMP.

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Hamburg/Berlin, 10.03.2020 – Der Verband der Ersatzkassen (vdek) lässt bei seinem diesjährigen Zukunftspreis der Phantasie der Bewerber freien Lauf. Unter dem Motto „Zukunftswerkstatt Gesundheitswesen“ sind alle guten Ideen, Denkanstöße, Projekte und Konzepte für eine zukunftsfähige und praxisnahe Gesundheitsversorgung gesucht. Das kann ein bestehendes Best-Practice-Projekt aus dem Bereich Prävention sein, eine innovative Idee für die Digitalisierung in der ambulanten Pflege oder eine wissenschaftliche Untersuchung zur Reform von Gesundheitsberufen. Willkommen sind alle Ansätze, die die Versorgung verbessern, insbesondere mit dem Blick auf eine älter werdende Gesellschaft.

Für die besten Einreichungen ist ein Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro ausgelobt.

Frist: 19. April 2020

Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen und das Anmeldeformular zum vdek-Zukunftspreis 2020 gibt es unter: https://www.vdek.com/ueber_uns/vdek-zukunftspreis/2020.html.

„Die digitale Vernetzung von Forschung und Versorgung bietet große Potentiale für eine intelligente Medizin und kann die Qualität der Behandlungsergebnisse und Patientensicherheit erhöhen. Mit dem 2015 veröffentlichten modularen Förderkonzept „Medizininformatik“ will das BMBF einen wichtigen Beitrag leisten, um die Chancen der Digitalisierung für die Medizin zu nutzen. In der aktuellen Aufbau- und Vernetzungsphase der Medizininformatik-Initiative werden technische und strukturelle Lösungen entwickelt, um zunächst Forschungs- und Versorgungsdaten der Universitätskliniken zusammenzuführen und einer automatisierten Analyse zugänglich zu machen (https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/medizininformatik.php).“

Hier geht es zur detaillierten Ausschreibung: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-2871.html

Zum sechsten Mal vergibt das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung e.V. den Wilfried-Lorenz-Versorgungsforschungspreis. Hier finden Sie die aktuelle Ausschreibung

Frist: 17. April 2020

Funktionelle Körperbeschwerden können sich vielfältig bemerkbar machen, zum Beispiel in Form von Schmerzen, Schwindel, Erschöpfung, Kreislauf- oder Verdauungsstörungen. Sie verlaufen sehr unterschiedlich, von vorübergehenden Befindlichkeitsstörungen bis hin zu schweren, die Alltagsfunktion und die Lebensqualität stark beeinträchtigenden Erkrankungen. Man schätzt, dass jede*r zweite bis fünfte Patient*in, der bzw. die ärztliche Hilfe sucht, funktionelle Beschwerden hat - oft auch zusätzlich zu anderen Erkrankungen.

Dennoch sind Betroffene bislang nicht gut versorgt. Sowohl Patient*innen als auch ihre Ärzt*innen beklagen zu wenig Wissen über und zu wenig konkrete (Be-)Handlungsmöglichkeiten für funktionelle Beschwerden. Überdiagnostik, frustrierende Arztkontakte und Therapie"versuche" sind daher eher die Regel als die Ausnahme. Man geht davon aus, dass dies die Chronifizierung funktioneller Körperbeschwerden erheblich fördert und daher Früherkennung, Aufklärung, eine gute ärztliche Basisversorgung, vor allem aber Selbsthilfe besonders wichtig sind.

Die 2018 zum zweiten Mal aktualisierte Expertenleitlinie "Funktionelle Körperbeschwerden" will die Versorgung und beidseitige Behandlungszufriedenheit durch konkrete und praxisnahe Empfehlungen verbessern, die auf der aktuellen wissenschaftlichen Literatur sowie einem besonders breiten Expertenkonsens von 34 medizinischen und psychologischen Fachgesellschaften basieren, einschließlich der DGMP.

Nun haben die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen, die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe, das Deutsche Kollegium für Psychosomatische Medizin und die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie auch die dazugehörige Patientenleitlinie aktualisiert. Sie hilft Patient*innen und ihren Angehörigen, aber auch Ärzt*innen aller Fachrichtungen und weiteren Interessierten dabei, funktionelle Körperbeschwerden zu verstehen, über sie ins Gespräch zu kommen und einen guten Umgang damit zu finden. Eine ausführliche Langfassung erklärt in patientenfreundlicher Sprache und mit vielen Beispielen die Mechanismen, vor allem aber die vielfältigen Hilfs- und Bewältigungsmöglichkeiten. Eine kompakte Kurzfassung fasst die wesentlichen  Informationen zusammen und kann auch als praktisches Faltblatt ausgedruckt werden. 

Alle Dokumente sind unter https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/051-001.html frei zugänglich.

Durch den Masterplan Medizinstudium 2020 und die Entwicklung des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Medizin (NKLM) wurden bedeutsame Veränderungen in der universitären Medizin angestoßen. Ziel einer aktuellen Bestandsaufnahme war eine systematische Erfassung des Standes und der Perspektiven der Fächer Medizinische Psychologie und Soziologie an den medizinischen Fakultäten in Deutschland. Hierzu wurde eine online-Befragung zu fünf Themenbereichen (Struktur, Lehre, Forschung, Versorgung, Perspektiven) durchgeführt. Es zeigte sich, dass sich die beiden Fächer sehr heterogen bzgl. Eigenständigkeit, Größe, Ausstattung und Möglichkeiten an den verschiedenen Standorten in Deutschland weiterentwickelt haben. Dies hat die Ungleichheit der Angebotsmöglichkeiten in Lehre, Forschung und Klinik in den letzten Jahren weiter gefestigt. Es ist in der Zukunft umso wichtiger, dass die beiden Fächer den Dialog untereinander und auch zu anderen psychosozialen Fächern intensivieren, um die derzeitige Entwicklung bezüglich NKLM und Masterplan Medizinstudium 2020 konstruktiv zu beeinflussen. Dies erfordert einerseits einen Ausbau bei benachteiligten Standorten und eine Konsolidierung der bestehenden selbständigen Einrichtungen.

Veröffentlichung: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31952094-medical-psychology-and-medical-sociology-in-transition-review-and-perspectives-of-the-two-disciplines-in-germany/

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