Zum Gedenken


Jörg Schumacher (1962 - 2010)



Am 6. September 2010 starb unerwartet im Alter von 47 Jahren unser Kollege Dr. rer. nat. habil. Jörg Schumacher.
Jörg Schumacher studierte an der Universität Leipzig Psychologie und beschäftigte sich bereits 1988 in seiner Diplomarbeit mit einem medizinpsychologischen Thema. Während seiner anschließenden Assistententätigkeit bei Harry Schröder am Lehrstuhl für Klinische Psychologie der Universität Leipzig setzte er dieses Engagement für die Medizinische Psychologie fort. Von 1993 bis 1996 war er Mitarbeiter unserer Abteilung, sammelte gezielt klinische Erfahrungen und promovierte 1994 zum Thema "Bewältigung chirurgischer Operationen - Differentialpsychologische Aspekte und Schlussfolgerungen für vorbereitende Interventionen". Von 1996 bis 2003 kehrte er als wissenschaftlicher Assistent (C1) an das Institut für Angewandte Psychologie der Universität Leipzig zurück, hielt aber eine enge Kooperation mit Elmar Brähler und anderen Mitarbeitern der Abteilung aufrecht, was sich unter anderem an vielen erfolgreichen gemeinsamen Veröffentlichungen ablesen lässt. Im Jahre 2002 habilitierte sich Jörg Schumacher mit dem Thema "Perzipiertes elterliches Erziehungsverhalten. Konzeptualisierung, diagnostische Erfassung und psychologische Relevanz im Erwachsenenalter", dessen Datengrundlage aus den von Elmar Brähler regelmäßig durchgeführten Repräsentativerhebungen der deutschen Bevölkerung stammte. Nach einer 2-jährigen Tätigkeit am Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie an der Universität Jena ließ sich Jörg Schumacher 2005 als psychologischer Psychotherapeut mit dem Fachkundeabschluss Verhaltenstherapie in Leipzig nieder. Seine Veröffentlichungsliste umfasst inzwischen über 120 Publikationen, von denen einige schon den Rang eines Standardwerkes der Medizinischen Psychologie und Medizinischen Soziologie einnehmen.
Wir verlieren mit ihm einen befähigten Wissenschaftler und einen hochgeschätzten loyalen Kollegen.

Harry Schröder, Elmar Brähler