Förderpreise


Sabine-Grüsser-Sinopoli-Preis der DGMP für den Wissenschaftlichen Nachwuchs

Die DGMP vergibt im Jahr 2010 erstmals und ab dann alle 2 Jahre im Rahmen des Kongresses der DGMP den mit 1000 EUR dotierten Sabine-Grüsser-Sinopoli-Preis für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Sabine Grüsser-Sinopoli (1964-2008) wurde vom Vorstand der DGMP als Namensgeberin für diesen Preis ausgewählt, da ihre wissenschaftliche Karriere sicherlich als vorbildlich für viele junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fachgebietes gelten kann. Relativ kurz nachdem Sabine Grüsser-Sinopoli auf die Professur für Medizinische Psychologie an der Universitätsklinik in Mainz berufen wurde, verstarb sie völlig unerwartet.
Sie studierte an der Freien Universität Berlin Ethnologie, Psychologie und Ur- und Frühgeschichte sowie mehrere Semester Humanmedizin und schloß ihr Studium 1993 mit dem Magister Artium ab. Von 1993 bis 1994 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am "Institute for the Study of Drug Dependence" in London. 1994 wurde sie wissenschaftliche Angestellte am Lehrstuhl für Klinische Psychologie des Instituts für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort hat sie 1997 mit einer Arbeit zum Zusammenhang von perzeptuellen Phänomenen und kortikaler Reorganisation bei unilateraler Armamputation zum Doktor der Naturwissenschaften promoviert. Ab 1998 war sie Hochschulassistentin am Lehrstuhl für Klinische Psychologie und der Forschungsgruppe "Verhaltensneurowissenschaft" des Instituts. 2000 gründete und leitete sie die Interdisziplinäre Suchtforschungsgruppe Berlin. 2003 wechselte sie dann als Hochschulassistentin zum Institut für Medizinische Psychologie. Das Habilitationsverfahren wurde 2006 über das Thema "Lerntheoretische Erklärungsansätze zur Entstehung und Aufrechterhaltung von abhängigem Verhalten" abgeschlossen. Geprägt wurde ihre wissenschaftliche Entwicklung insbesondere durch Herta Flor und Hans Peter Rosemeier.

Gefördert werden sollen Nachwuchswissenschafterlinnen und -wissenschaftler, die eine herausragende Originalarbeit (bereits publiziert, zur Publikation angenommen oder eingereicht) vorlegen. Bewertungskriterien sind die Nähe zum Fach Medizinische Psychologie, die methodische Qualität sowie inhaltliche und/oder methodische Originalität der Arbeit. Mit der Bewerbung einzureichen ist ein Lebenslauf.

Zur Bewerbung zugelassen werden Mitglieder der DGMP, die noch nicht promoviert sind oder deren Promotion zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht mehr als 2 Jahre zurück liegt.

Bewerbungsschluss für die Preisverleihung im Jahr 2016 ist der 15.4.2016


Die Jury (ab 2010):

Prof. Dr. Bernhard Strauß, Jena
PD Dr. Corinna Petersen-Ewert, Hamburg
Prof. Dr. Ursula Stockhorst, Osnabrück


Die Preisträger/innen:

Dipl.-Psych. cand. med. Yavor Yalachkov, Frankfurt am Main (2010)
Titel der Arbeit:
Yalachkov, Y., Kaiser, J., and Naumer, M. J. (2009), Brain Regions Related to Tool use and Action Knowledge Reflect Nicotine Dependence. The Journal of Neurosciences, 29:4922-4929.

Dipl.-Psych. Markus Zenger, Leipzig (2010)
Titel der Arbeit:
Zenger, M., Brix, C., Borowski, J., Stolzenburg, J.-U. and Hinz, A. (2010), The Impact of Optimism on Anxiety, Depression and Quality of Life in Urogenital Cancer Patients. Psycho-Oncology, 19:879-886.

Dipl.-Psych. Daniela Harnacke, Giessen (2012)
Titel der Arbeit:
Harnacke, D., Mitter, S., Lehner, M., Munzert, J., Deinzer, R. (2012). Improving Oral Hygiene Skills by Computer-Based Training: A Randomized Controlled Comparison of the Modified Bass and the Fones Techniques. PLoS ONE 7(5), e37072.

Dr. phil. Susan Koranyi, Jena (2014)
Titel der Arbeit:
Tefikow, S., Barth, J., Maichrowitz, S., Beelmann, A., Strauss, B., Rosendahl, J. (2013). Efficacy of hypnosis in adults undergoing surgery or medical procedures: a meta-analysis of randomized controlled trials, Clinical Psychology Review, 33(5), 623-636.